Resolution
NaturFreunde Thüringen fordern Erneuerbare Energien, aber nachhaltig
26.3.2011 | Resolution der 7. ordentlichen Landeskonferenz der NaturFreunde Thüringen
am 26. März in Schleusegrund
Die aktuelle Atomkatastrophe von Fukushima hat den letzten traurigen Beweis erbracht, dass die Nutzung der Nukleartechnologie ein Krieg gegen die Zukunft ist. Die Tragödie in Japan zeigt, dass selbst Hochtechnologieländer die Hochrisikotechnologie Atomkraft nicht beherrschen.
Einmal mehr hat sich gezeigt, dass diese Technologie aufgrund ihres Schadensumfangs unverantwortbar ist. Sie setzt das Leben von Millionen Menschen aufs Spiel, macht die Bewohnbarkeit ganzer Landstriche für Jahrhunderte unmöglich und schädigt die natürlichen Lebensgrundlagen über Jahrtausende.
Deshalb kann die Antwort nur lauten: Abschalten! Und zwar schnellstmöglich. Die derzeit im Rahmen des sogenannten Moratoriums abgeschalteten Meiler dürfen nicht wieder hochgefahren werden. Alle weiteren deutschen Kernkraftwerke müssen ebenfalls so schnell wie möglich vom Netz.
Der Umbau unserer Energieversorgung hin zu erneuerbaren Quellen und einer dezentralen Struktur muss nun noch einmal mit aller Kraft forciert werden.
Das ist die Brückentechnologie in die Zukunft – auch für Thüringen.
Gleichzeitig muss natürlich auch dieser Umbau mit Rücksicht auf Natur und Umwelt erfolgen. Nicht die erste Lösung ist immer gleich die beste.
Natürlich brauchen wir einen Ausbau der Netze und natürlich brauchen wir eine Erhöhung der Speicherkapazität insbesondere für Wind- und Sonnenenergie.
Aber wer möchte schon unter einem 380 KV-Hochspannungsmast Urlaub machen? Und sind Pumpspeicherwerke die einzig verfügbaren Energiespeicher?
Die NaturFreunde Thüringen fordern ein unter breiter Bürgerbeteiligung erarbeitetes Energiekonzept, das regionale Besonderheiten berücksichtigt und dezentrale Lösungen den Vorrang gibt. Ebenso muss die Steigerung der Energieeffizienz wieder stärker in den Blick rücken.





